Die häufigsten Vorratsschädlinge wie Milben, Käfer und Motten entwickeln sich in einem Temperaturbereich von 12°C bis 35°C. Die Entwicklungskurve zeigt einen flachen Anstieg, ausgehend vom unteren Entwicklungsnullpunkt (Beginn der Entwicklung) bis zum Entwicklungsoptimum und endet in einem steilen Absinken auf den oberen Entwicklungsnullpunkt (Ende der Entwicklung).

Unterhalb des unteren Entwicklungsnullpunktes kann sich das Individuum nicht weiterentwickeln und gerät in eine Kältestarre. Erst bei Temperaturen deutlich unter dem Gefrierpunkt tritt der Kältetod durch Gefrieren der Körperflüssigkeit ein.
Da Insekten nicht transpirieren können, fehlt ihnen die Fähigkeit, die Körpertemperatur durch Schwitzen oder Hecheln zu regulieren. Steigen die Temperaturen über das Entwicklungsoptimum hinaus, so wird die Entwicklung schnell verzögert, und es kommt am oberen Entwicklungsnullpunkt schliesslich abrupt zur Hitzestarre. Der Hitzetod des Individuums wird bereits zwischen 42°C und 45°C durch die Denaturierung der Eiweisssubstanzen hervorgerufen.
